TP&C Blog

2020-12-10

Jahresrückblick 2020

Schon ist es wieder so weit. Heute Abend steht die Weihnachtsfeier bei TP&C an. Wir werden uns gemeinsam bei Zoom einfinden und etwas Jeopardy spielen. Neben Tom, welcher in diesem schwierigem Jahr verstärkt Projekterfahrungen sammeln konnte, verstärken uns seit Oktober Nastja und Lisa als Werkstudenten. Wie immer bin ich bemüht Ihnen möglichst viel Freude in der Welt der Verrechnungspreise zu vermitteln. Ich hoffe mit Erfolg. Auch wenn es dieses Jahr Stellenweise herausfordernde Phase gab, finden wir heute Abend somit gemeinsam einen positiven Abschluss, freuen uns auf den bevorstehenden Urlaub und schauen dann mit frischem Mut auf das nächste Jahr.

Unsere Mandanten und Partner scheint es größtenteils ähnlich zu gehen. An dieser Stelle wünsche ich Allen eine fröhliche und gesunde Weihnachtszeit!

Was gibt es inhaltlich noch herauszuheben?

Viel Aufmerksamkeit und Arbeitszeit (für Publikationen) haben wir in die Analyse und Bewertung der Pillar 1 und Pillar 2 Reformen der OECD verwendet. Mit Sorge nehmen wir hierbei die schleichende Abkehr vom Fremdvergleich zur Kenntnis und auch die sich abzeichnenden prohibitiven administrativen Aufwendungen bei der Berechnung des “Amount A” empfinden wir als unangemessen. Wenigsten haben wir gelernt was eine Rube-Goldberg-Maschine ist.

Gemeinsam mit Leonik und Grese von Taxcasts Inc. haben wir fleißig an der Entwicklung eines Online-Lernprogramms für Verrechnungspreise gearbeitet. Auch hier schauen wir auf 2021 und hoffen das gemeinsame Angebot dann zu veröffentlichen. Eine pragmatische Interpretation des Fremdvergleichsgrundsatzes soll weiterhin unsere Arbeit prägen. Wie schon in „Transfer Pricing in One Lesson“ verankert, bleibt die Aufbereitung von praxisorientierten Lerninhalten und Templates somit Herzensangelegenheit.

Einige spannende Projekte durften wir 2020 natürlich auch wieder begleiten. Im Fokus standen insbesondere ab August die Betriebsprüfungen. Hier haben wir erfolgreich mit unseren Mandanten und Partnern zusammengearbeitet und konnten uns ausnahmslos über positiven Ergebnisse freuen. Bei der Mehrzahl der Betriebsprüfungen war auch die Zusammenarbeit mit den Prüfern professionell und konstruktiv, wobei es hier in Hamburg auch eine unrühmliche Ausnahme gab. Hier waren ungeachtet eines vermeintlich einfachen Sachverhalts geschlagene acht Stunden Verhandlung erforderlich, um zu einem vernünftigen Ergebnis zu gelangen. Der betreffende Prüfer zeichnete sich hierbei nicht bereit auch nur auf ein Mindestmaß an Verhältnismäßigkeit zu achten. Wir würde gerne hoffen, dass dies eine Ausnahme bleibt, aber die am 3. Dezember vom BMF erneuerten Verwaltungsgrundsätze-Verfahren lassen in der Zukunft eher eine Zunahme entsprechender Konflikte erwarten. Wir verstehen es daher unverändert als unsere wichtigste Aufgabe die Interessen unserer Mandanten mit pragmatischer Gradlinigkeit gegen entsprechend konfliktorientierte Prüfer zu verteidigen. 

Doch zunächst werde ich mich als Frank Elstner Vertreter als Moderator unseres TP&C Jeopardy versuchen, wobei neben den Kategorien „OECD“ und „BMF“ auch „Arm’s Length“ und „Urlaubsziele“ auf dem Tableau stehen – also, Urlaubsziele für 400 bitte…

Oliver Treidler - 14:40:38 | Kommentar hinzufügen